Der LSVD ist der größte Bürgerrechts-, Selbsthilfe- und Solidarverband für Lesben und Schwule in Deutschland. Seit 1990 engagiert er sich erfolgreich für die Rechte von Lesben und Schwulen. Bundesweit ist er mit diversen Gliederungen, Gruppen und Beratungsangeboten präsent.

Der LSVD ist föderal aufgebaut. Neben dem Bundesverband gibt es Landesverbände und mehrere Ortsverbände. Höchstes Gremium des LSVD in der Bundesverbandstag (Mitgliederversammlung).

In den einzelnen Gliederungen werden (auf lokalen Verbandstagen) eigene Vorstände gewählt, welche die Verbandsarbeit Vorort koordinieren und verantworten. Natürlich beschäftigt der LSVD auch hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, vorwiegen beim Bundesverband in den beiden Geschäftsstellen Köln und Berlin.

Jedes Mitglied ist automatisch Mitglied im LSVD Bundesverband und dem jeweiligen Landes- und ggfs. Ortsverband (gemäß angegebenem Wohnort). Ein Mitglied aus Köln ist beispielsweise automatisch Mitglied im LSVD Bundesverband, LSVD Landesverband NRW und LSVD Ortsverband Köln.

Die Verhältnisse untereinander regeln die Satzung, Geschäftsordnung und die Finanzordnung des Bundesverbandes sowie der jeweiligen Gliederungen.

Programm

Selbstbestimmtes lesbisches und schwules Leben bedeutet in der Regel auch einen Ausbruch aus traditionellen Geschlechterrollen. Hier treffen sich Lesben und Schwule biographisch oft mit Transgendern, trans- und intersexuellen Menschen, die für ihr Recht auf Selbstbestimmung kämpfen. Der LSVD unterstützt diesen Kampf nachdrücklich. Es geht um die Verwirklichung elementarer Menschenrechte wie körperliche Unversehrtheit, die Achtung des Privatlebens und die persönliche Handlungsfreiheit.

Die in diesem Kontext neu eingerichtete Beratung für transsexuelle Menschen umfasst den gesamten Problembereich Transsexueller im Arbeitsrecht bei dem Zugang zum Arbeitsmarkt, Kündigung oder Mobbing oder der Umschreibung von Zeugnissen, im Sozialrecht im Umgang mit den Krankenkassen, in anderen Lebensbereichen bei „AGG-relevanten“ Diskriminierungen oder Belästigungen transsexueller Menschen, z. B. im Wohnumfeld, im Bildungs-, Gesundheits- und Versicherungswesen und nicht zuletzt im Freizeitbereich. Da der Prozess der Identitätsfindung und des Geschlechtsumstiegs mit extremen psychischen Belastungen und sozialen Stigmatisierungen verbunden ist empfiehlt sich der LSVD OV Köln mit seinem Beratungsangebot als kompetenter Ansprechpartner für Betroffene und – nicht zu vergessen – für deren Angehörige; er hilft ihnen dabei, ihre legitimen Interessen gegenüber Politik, Verwaltung oder Arbeitgebern zu vertreten. Dies ist eine Voraussetzung dafür, dass Transsexuelle in ihrem sozialen Umfeld als Gleichberechtigte wahrgenommen zu werden.

Hauptverantwortlich für den Trans*-Bereich innerhalb des LSVD ist Deborah Reinert, Rechtsanwältin.

E-Mail: deborah.reinert@lsvd.de